Belege

Vier Projekte. Messbare Wirkung. Echte Ergebnisse.

Repräsentative Fallstudien, die Bandbreite, Tiefe und kommerzielle Wirkung der Beratungsarbeit in Aluminiumindustrie, Bergbau, Automobilbranche und Batterieproduktion zeigen.

Ausgewählte Projekte

Fallstudien

Von CBAM-Compliance bis zur Umsetzung der Dekarbonisierung – jedes Projekt lieferte greifbare finanzielle, operative und regulatorische Ergebnisse.

Produktionslinie eines Aluminiumwalzwerks mit automatisierter Coil-Handhabung und Qualitätskontrollsystemen in einer modernen Fertigungsanlage
Aluminiumproduktion
Novelis
Aluminium & Walzprodukte
14 LückenGeschlossen
~€18MJährliche Einsparungen
Q3 2026Bereit für Ist-Daten
340+CN-Codes zugeordnet

CBAM-Compliance-Lückenanalyse

EU-Verordnung 2023/956 | Berichterstattung in der Übergangsphase

Kunde / Herausforderung

Novelis – globaler Hersteller von Aluminiumwalzprodukten, jährlich ca. 4,2 Mt Lieferungen in die EU im CBAM-Anwendungsbereich (CN 7606, 7607, 7604). Novelis war bei Exporten von Aluminiumblechen und -folien erheblichen künftigen CBAM-Belastungen ausgesetzt. Angesichts der laufenden Berichtspflichten der Übergangsphase und des Auslaufens der Standardwerte Ende 2026 benötigte der Kunde eine umfassende Bereitschaftsanalyse gegenüber der EU-Verordnung 2023/956 und allen 8 Durchführungsrechtsakten, um Lücken zu identifizieren und eine Behebungs-Roadmap aufzubauen.

Vorgehen

  • Über 340 CN-Codes dem CBAM-Produktumfang zugeordnet und für jede Produktlinie die letzte wesentliche Be- oder Verarbeitung definiert
  • MRV-Infrastruktur für eingebettete Emissionen (direkt + indirekt + Vorprodukt-Tracking) anhand der MRR der Kommission bewertet
  • Registrierungspfade für Anmelder kartiert (direkt vs. in der EU niedergelassener Vertreter)
  • Aktuelle Protokolle mit Standardwerten und künftigen Anforderungen akkreditierter Prüfer abgeglichen

Ergebnis

  • 14 vorrangige Lücken in Datenerhebung, Systemgrenzen und Verifizierung von Strom-Emissionsfaktoren identifiziert
  • Stufenweise Compliance-Roadmap mit Q1–Q4-Meilensteinen geliefert, die den Übergang von Standardwerten zur Ist-Emissionsberichterstattung bis Q3 2026 ermöglicht (prognostiziert)
  • Geschätzte Reduktion der jährlichen CBAM-Belastung um 18 Mio. € durch verifizierte Primärdaten anstelle von Standard-Emissionsfaktoren
Eisenerz-Tagebau mit schweren Muldenkippern und Aufbereitungsinfrastruktur an einem großen Abbaustandort
Bergbau & Kokskohle
BHP
Eisenerz & Kokskohle
10 WochenBehebung
Im ersten AnlaufVerifizierung
~€80–120/tStrafe vermieden
BevorzugterLieferantenstatus

Mock-Verifizierungsaudit

ISO 14064-1 & CBAM MRR | EU-anerkannte Prüfstelle

Kunde / Herausforderung

BHP – führender globaler Rohstoffkonzern, wichtiger Lieferant von Eisenerz und Kokskohle für EU-Stahlhersteller. BHPs auf die EU ausgerichtete Stahlrohstoffe waren über nachgelagerte Stahlimporte indirekt CBAM-exponiert. Als kritischer Tier-1-Lieferant von EU-Stahlwerken musste BHP sicherstellen, dass seine Emissionsdaten und Methodik der Prüfung durch eine EU-anerkannte Prüfstelle vor den verpflichtenden Verifizierungsfristen standhalten würden.

Vorgehen

  • THG-Emissionsberechnungen für Eisenerz und Kokskohle anhand von ISO 14064-1 und CBAM MRR einem Stresstest unterzogen
  • Vollständigkeit der Systemgrenzen, Rückverfolgbarkeit der Aktivitätsdaten und Bezugshierarchie der Emissionsfaktoren auditiert
  • Unsicherheitsschwellen und Dokumentations-Prüfpfade anhand der Durchführungsrechtsakte der Kommission verifiziert
  • Methoden der grenzüberschreitenden Stromallokation und Protokolle zum Vorprodukt-Tracking bewertet

Ergebnis

  • 3 wesentliche Nichtkonformitäten bei der grenzüberschreitenden Stromallokation und 7 Dokumentationslücken im Vorprodukt-Tracking aufgedeckt
  • BHP behob alle Feststellungen innerhalb von 10 Wochen und bestand die formale Drittprüfung im ersten Anlauf
  • Potenzielle CBAM-Strafen von 80–120 € pro Tonne nicht verifizierter Emissionen vermieden; bevorzugten Lieferantenstatus bei zwei großen EU-Stahlwerken gesichert
Automobil-Montagelinie mit Schweißrobotern zur Fertigung von Fahrzeugkomponenten aus Aluminium und Stahl in einem Präzisionswerk
Automobil-OEM
BMW Group
Automobil-OEM | SBTi
23%Reduktion der CO₂-Intensität
12% → 71%Datenabdeckung
€45M+Einsparungen (geschätzt)
180+Lieferanten eingebunden

Umsetzung der Dekarbonisierung

Aluminium- & Stahl-Lieferkette | über 70 Länder

Kunde / Herausforderung

BMW Group – Premium-Automobil-OEM mit umfangreicher Aluminium- und Stahl-Lieferkette in über 70 Ländern. BMW stand unter doppeltem Druck: hohe CBAM-Kosten auf importiertes Primäraluminium und Stahlkomponenten sowie Scope-3-Dekarbonisierungszusagen im Rahmen der SBTi. Der Kunde benötigte Unterstützung bei der Dekarbonisierung von Betrieb und Lieferkette, um die CBAM-Belastung zu senken und sich zugleich auf die erwartete Ausweitung des CBAM-Anwendungsbereichs auf nachgelagerte Produkte und komplexe Güter mit vollem Scope 2 vorzubereiten.

Vorgehen

  • Scope-2-Dekarbonisierung: Green-Tariff-Verhandlungen und PPA-Machbarkeitsanalysen für Schmelz- und Walzwerk-Lieferanten in Deutschland, Österreich und China strukturiert
  • Prozesseffizienz: Abwärmenutzung und Senkung der Ausschussquoten bei zentralen Aluminium-Druckguss-Lieferanten – mit 8–12 % direkter Emissionsminderung
  • Datenerhebung in der Lieferkette: Gestuftes Lieferanten-Engagement-Programm zur Erhebung verifizierter Primärdaten von über 180 vorgelagerten Lieferanten
  • Vertragsneugestaltung: CBAM-Kostenweitergabeklauseln und indexierte Preise in langfristige Beschaffungsverträge mit 12 kritischen Lieferanten integriert

Ergebnis

  • 23 % geringere eingebettete CO₂-Intensität bei Aluminiumkomponenten innerhalb von 18 Monaten
  • Abdeckung mit verifizierten Primärdaten von 12 % auf 71 % der Lieferkettenausgaben gesteigert
  • Restrukturierte Beschaffungsverträge sichern CBAM-Kostenplanbarkeit bis 2030 – mit geschätzten Einsparungen von über 45 Mio. € an vermiedenen CBAM-Weitergabekosten
Batteriezellenfabrik mit automatisierten Produktionslinien für Lithium-Ionen-Batteriemontage und Qualitätsprüfstationen
Batterieproduktion
CATL
Batterieproduktion | EU
38Workstreams kartiert
8Verordnungen abgedeckt
~€200M+Grüne Finanzierung erschlossen
2030Zeithorizont

Regulatorische Bereitschaft & Positionierung

EU-Markteintritt | 8 Verordnungen | CSRD / CSDDD / Batterieverordnung

Kunde / Herausforderung

CATL – weltgrößter Batteriehersteller, Lieferant für Automobil- und Energiespeicher-OEMs in der EU. CATLs EU-Markteintritt traf auf eine komplexe, sich schnell entwickelnde Regulierungslandschaft aus Nachhaltigkeitsberichterstattung, Lieferketten-Due-Diligence, produktspezifischen Verordnungen und handelspolitischen Schutzinstrumenten. Der Kunde benötigte eine umfassende Regulierungslandkarte und strategische Positionierungsberatung, um dauerhaften Marktzugang und Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Vorgehen

  • CSRD: Doppelte Wesentlichkeit und ESRS-Konformität für deutsche und ungarische Tochtergesellschaften bewertet
  • CSDDD & Konfliktmineralien: Due Diligence über 8 Rohstoffkategorien kartiert (Lithium, Kobalt, Nickel, Graphit, 3TG)
  • Batterieverordnung & EUDR: CO₂-Fußabdruck, Rezyklatanteile und Entwaldungsrisiko in Bauxit-/Eisenerz-Lieferketten bewertet
  • EU-Taxonomie & GCC: Fertigungsaktivitäten anhand der TSC geprüft; Benchmarking gegen Saudi Green Initiative und UAE Net Zero 2050

Ergebnis

  • Priorisierte regulatorische Maßnahmenmatrix mit 38 einzelnen Compliance-Workstreams und Zeithorizonten bis 2030 geliefert
  • Vorausschauende Restrukturierung zweier Hochrisiko-Kobaltlieferverträge vor Inkrafttreten der CSDDD ermöglicht
  • EU-Taxonomie-konforme Finanzierung für den Ausbau der ungarischen Gigafactory gesichert – mit über 200 Mio. € an vergünstigten grünen Kreditkonditionen